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Was ist Holz? Inhaltsstoffe Nutzung Wald Glossar


Das Holz der Nadelbäume ist deutlicher einfacher aufgebaut als das Holz der Laubbäume und besteht aus drei Zelltypen. Hauptbestandteil sind die Tracheiden, die der Wasserleitung dienen und uns schon im KapitelLeitbündelbegegnet sind. Neben ihnen sind noch Zellen des Markstrahl- und Holzparenchyms vorhanden.
Die Tracheiden verlaufen ungefähr parallel zur Achse des Stammes und sind stark verstärkt, so dass sie nicht nur als Leitgewebe fungieren, sondern auch der Festigung des Stammes dienen. Holzfasern, wie bei Laubbäumen, gibt es nicht. Die einzelnen Tracheiden sind durch Hoftüpfel verbunden, was in der Garfik zu erkennen ist. Bei vielen Nadelbäumen ist das Holz von Harzkanälen durchzogen, aus denen bei Verletzungen des Stammes das Harz austritt. Diese Harzkanäle sind von Holzparenchym umgeben. Die Markstrahlen verlaufen in radialer Richtung, also vom Bast in Richtung Mark. Sie bestehen ebenso wie die Holzstrahlen, die blind enden, aus lebenden Parenchymzellen und sind von Quertracheiden begleitet, die den Wassertransport in radialer Richtung vermitteln und auf der Ober- bzw. Unterseite der Markstrahlen verlaufen. Die Markstrahlen versorgen den Holzkörper mit den im Bast produzierten Stoffwechselprodukten und dienen auch als Speicherort. In der Grafik sind die Elemente des Nadelholzes am Beispiel der Kiefer dargestellt. Tracheiden, Markstrahlen mit Quertracheiden und Tüpfel sind zu erkennen.

i Auschnitt aus einem Stück Kiefernholz

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Bei allen Bäumen erlischt die Wasserleitfähigkeit des Leitgewebes mit der Zeit und auch die lebenden Zellen sterben ab. Bei den Nadelbäumen findet die Wasserleitung in dem Holz der letzten zehn Jahre statt. Das ist ein recht großer Querschnitt, was damit zu erklären ist, dass der Strömungswiderstand in Tracheiden relativ groß ist und die Wasserleitung sonst nicht ausreichend gewährleistet ist. Die Geschwindigkeit, in der Wasser in Tracheiden geleitet wird beträgt ca. 1,2 – 1,5 Meter pro Stunde.

Auschnitt aus dem Stamm einer Kiefer

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