Das Holz der Laubbäume ist deutlich komplexer aufgebaut als das der Nadelbäume. Ein besonderer Unterschied ist das Vorhandensein von Tracheen (Gefäßen) und Holzfasern. Tracheiden spielen bei der Wasserleitung nur eine untergeordnete Rolle oder fehlen ganz. Die Tracheen haben einen größeren Durchmesser als die Tracheiden und sind aus fusionierten Zellen entstanden, wobei die Querwände aufgelöst sind. (s. Leitbündel) Dieses Röhrensystem ist aber nicht so stark verstärkt wie die Tracheiden. Deshalb verlaufen Holzfasern durch das Holz, die dem Stamm die nötige Stabilität verleihen. Die Markstrahlen sind stärker ausgebildet, also breiter und höher als bei den Nadelbäumen, und enthalten wesentlich mehr Zellen. Einen besonderen Unterschied gibt es noch zwischen den einzelnen Laubbäumen. Bei einigen Arten, werden nur im Frühholz Gefäße mit großem Durchmesser gebildet und im Spätholz nur noch wenige und dafür Tracheiden und Holzfasern. In diesem Fall spricht man von ringporigen Hölzern, zu denen Eiche und Ulme gehören. Im Fall der zerstreutporigen Hölzer werden während der ganzen Wachstumsperiode Gefäße gebildet, die aber kleiner sind. Buche, Birke und Ahorn gehören zu diesen Bäumen. Bei den ringporigen Arten sind die Leitbahnen allerdings oft nur ein Jahr lang funktionstüchtig, was bedeutet, dass die Wasserleitung nur im äußersten Jahresring stattfindet. Die zerstreutporigen Arten leiten das Wasser hingegen in dem Holz der letzten Jahre und damit gleichen sie den Nachteil der kleineren Gefäße wieder aus.
i interaktive Grafik zu ringporigen und zerstreutporigen Hölzern
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