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Was ist Holz? Inhaltsstoffe Nutzung Wald Glossar

Wie schon kurz beschrieben, sind die Letbündel für den Transport von Wasser und gelösten Stoffen zuständig. Sie bestehen aus zwei Gewebetypen, dem Xylem und dem Phloem, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Dazwischen kann sich ein sogennantes Kambium befinden, ein Bildungsgewebe, dessen Zellen sich teilen können. Doch dazu später mehr. Zunächst wenden wir uns dem Xylem zu:
Das Xylem
In den Zellen des Xylems wird hauptsächlich Wasser und darin gelöste Nährsalze transportiert. Für diese Funktion stehen zwei Elemente zur Verfügung, die aus abgestobenen Gewebe bestehen, die Tracheen und die Tracheiden. Tracheen sind Röhren, die durch Zusammenschluss mehrer Zellen entstanden sind, wobei die Querwände teilweise oder ganz aufgelöst wurden. Man bezeichnet diese Röhren auch als Gefäße. Die einzelnen Gefäße sind untereinander durch Tüpfel verbunden. Die Tracheiden hingegen sind Einzelzellen mit in der Regel zugespitzten Enden, die mit benachbarten Zellen durch Tüpfel verbunden sind. Tüpfel sind Durchbrechungen der Zellwände, die eine Verbindung zwischen Zellen herstellen. Da in den Tracheen und Tracheiden ein beträchtlicher Sog herrscht, müssen die Zellwände besonders verstärkt werden, damit die Zellen nicht zusammenbrechen. Das geschieht durch Einlagerung von Lignin in die Zellwände, ein Prozess, den man als Verholzung bezeichnet. Da die Aussteifung bei den Gefäßen nicht immer einheitlich ist, unterscheidet man zwischen Ringtracheen und Spiraltracheen. Bei den Tracheiden ist die Aussteifung der Wände so stark und gleichmäßig, dass keine weiteren Stützelemente im Leitsystem vorkommen. Bei den Nadelbäumen ist das Xylem der Leitbündel typischerweise aus Tracheiden aufgebaut. Später werden wir lernen, dass dies für den Aufbau des Holzes von Nadelbäumen von großer Bedeutung ist. Die Laubbäume enthalten in ihrem Xylem vorwiegend Tracheen, deren Wände nicht derart stark verstärkt sind. Deshalb werden sie zusätzlich durch Holzfasern unterstützt, tote, sehr langgestreckte Zellen, die nur der Festigung dienen. Holzfasern besitzen sehr stark verholzte Zellwände.

Die Grafik zeigt links eine Tracheide und rechts eine Ringtrachee

Hinzu kommen noch die Zellen des Xylem-Parenchyms, die zwischen den Tracheen bzw. Tracheiden liegen. Diese Zellen leben und beladen die Leitelemente mit gelösten Stoffen und Ionen.
Das Phloem:
Der zweite Teil der Leitbündel besteht u.a. auch aus Transportelementen, die im Gegensatz zu denen des Xylems allerdings aus lebenden Zellen aufgebaut sind. Diese fördern die Stoffwechselprodukte aus den Blättern in andere Pflanzenteile. Man unterscheidet zwischen Siebzellen und Siebröhren. Die genauen Unterschiede zwischen diesen sollen uns nicht interessieren. Bei den Nadelbäumen umgeben Zellen des Phloem-Parenchyms die Transportglieder und be- bzw. entladen diese. Im Fall der Laubbäume geschieht dies durch die Geleitzellen. Die Phloemfasern festigen die Leitbahnen.

i Die Grafik zeigt ein kollaterales Leitbündel, wie es bei den meisten verholzten Pflanzen vorkommt.



Leitbündeltypen:
Nicht alle Leitbündel sind gleich. Die Teile, die ein Leitbündel bilden, können verschieden angeordnet sein. Bei den meisten Bäumen sieht ein Leitbündel so aus wie in der Abbildung. Dies ist ein offen kollaterales Leitbündel, bei dem Xylem und Phloem durch ein Kambium getrennt sind. Bei anderen Pflanzen kommt kein Kambium vor, oder das Phloem befindet sich auf beiden Seiten des Xylems, was man dann als bikollateral bezeichnet.

Das Kambium ist ein Bildungsgewebe. Diese Zellen sind noch teilungsfähig und vom Kabium aus erfolgt das sekundäre Dickenwachstum, in dessen Verlauf Holz gebildet wird. Nicht immer bildet das Kambium einen geschlossenen Ring. Bei manchen Pflanzen befindet es sich nur im Bereich der Leitbündel.
Eine Ausnahme bilden die monocotylen (?) Pflanzen, zu denen die Palmen gehören. Sie haben sogenannte geschlossene Leitbündel, die von einem Sklerenchymring umgeben sind und kein Kambium enthalten.

Anordnung der Leitbündel:
Bei den dicotylen (?) Pflanzen, zu denen auch die meisten Bäume gehören, bilden die Leitbündel einen Ring (s. Abb.), wogegen die Leitbündel der Monocotyledonen zerstreut angeordnet sind. Daran kann man zum Beispiel das Holz einer Palme erkennen.

i Interaktive Grafik zur Anordnung der Leitbündel:

 



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